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Technische Anlagen und Gebäude einer Biogasanlage auf einem landwirtschaftlich geprägten Gelände

Kommunale Wärmeplanung im Amt Breitenfelde

Wie sieht die Wärmeversorgung von morgen aus?

Wie können unsere Gemeinden auch in Zukunft zuverlässig, bezahlbar und klimafreundlich mit Wärme versorgt werden?

Mit dieser Frage beschäftigen sich die Gemeinden des Amtes Breitenfelde gemeinsam. Im Frühjahr 2025 haben sie beschlossen, im Konvoi-Verfahren einen Kommunalen Wärmeplan für das gesamte Amtsgebiet erstellen zu lassen.

Die Wärmeplanung soll zeigen, wie die Wärmeversorgung heute aussieht, welche Potenziale für erneuerbare Energien und Abwärme vorhanden sind und welche Möglichkeiten für eine klimafreundliche Wärmeversorgung in den einzelnen Bereichen des Amtsgebietes bestehen.

Der Auftrag wurde inzwischen an einen Dienstleister vergeben. Die Bearbeitung läuft, erste Ergebnisse liegen vor und werden aktuell im Lenkungskreis diskutiert.

Auf einen Blick

Was ist ein Kommunaler Wärmeplan?

Ein Kommunaler Wärmeplan ist ein strategischer Fahrplan für die zukünftige Wärmeversorgung. Er betrachtet das gesamte Amtsgebiet und beantwortet unter anderem folgende Fragen:

  • Wie wird heute in unseren Gemeinden geheizt?
  • Wo wird besonders viel Wärme benötigt?
  • Welche erneuerbaren Wärmequellen und Abwärmepotenziale gibt es?
  • Wo könnten Wärmenetze sinnvoll sein?
  • In welchen Bereichen sind dezentrale Lösungen voraussichtlich geeigneter?
  • Welche Schritte können die Gemeinden unternehmen, um die Wärmeversorgung langfristig klimafreundlicher zu gestalten?

Dabei wird nicht nur eine einzelne Gemeinde betrachtet. Durch die gemeinsame Planung können auch Potenziale und Möglichkeiten berücksichtigt werden, die über Gemeindegrenzen hinweg relevant sind.

Der Wärmeplan soll damit eine gemeinsame Grundlage für die weitere Entwicklung der Wärmeversorgung im Amtsgebiet schaffen.

Der Weg zum Wärmeplan

Die Kommunale Wärmeplanung entsteht Schritt für Schritt. Die einzelnen Arbeitsschritte bauen aufeinander auf.

1. Bestandsanalyse

Zu Beginn wird untersucht, wie die Wärmeversorgung im Amtsgebiet heute aussieht. Dabei werden unter anderem Wärmebedarfe, eingesetzte Energieträger und bestehende Wärmeinfrastrukturen betrachtet.

2. Potenzialanalyse

Anschließend wird untersucht, welche Möglichkeiten für eine klimafreundliche Wärmeversorgung vorhanden sind. Dazu zählen beispielsweise Solarenergie, Umweltwärme, Biomasse, Geothermie oder unvermeidbare Abwärme.

3. Entwicklung von Szenarien

Auf Grundlage der Bestands- und Potenzialanalyse wird betrachtet, wie sich die Wärmeversorgung im Amtsgebiet langfristig entwickeln könnte und welche Wege zu einer klimafreundlicheren Versorgung möglich sind.

4. Wärmeversorgungsgebiete

Für die verschiedenen Bereiche des Amtsgebietes wird untersucht, welche Art der Wärmeversorgung langfristig geeignet sein könnte. Dabei kann es beispielsweise um Wärmenetze oder um dezentrale Lösungen für einzelne Gebäude gehen.

5. Maßnahmen und Wärmewendestrategie

Zum Abschluss werden konkrete Maßnahmen und Handlungsmöglichkeiten entwickelt. Sie sollen zeigen, welche Schritte die Gemeinden unternehmen können, um die Wärmewende vor Ort voranzubringen.

Wo stehen wir aktuell?

Die Gemeinden des Amtes Breitenfelde haben im Frühjahr 2025 gemeinsam den Weg für eine Kommunale Wärmeplanung im Konvoi-Verfahren freigemacht.

Der Auftrag zur Erstellung des Wärmeplans wurde inzwischen vergeben. Das beauftrage Unternehmen greenwind hat mit der Bearbeitung begonnen und erste Ergebnisse vorgelegt.

Aktuell werden diese Ergebnisse gemeinsam mit dem Lenkungskreis betrachtet und diskutiert. 

Dabei geht es unter anderem darum, die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse einzuordnen und daraus mögliche Perspektiven für die zukünftige Wärmeversorgung abzuleiten.

Die Wärmeplanung ist damit noch nicht abgeschlossen. Die derzeit diskutierten Ergebnisse sind Zwischenstände und stellen noch keine abschließenden Aussagen zur zukünftigen Wärmeversorgung einzelner Gebiete dar.

Was bedeutet die Wärmeplanung für mich?

Die Wärmeplanung soll vielmehr eine Orientierung geben: Wo könnten künftig Wärmenetze eine Rolle spielen? Wo sind dezentrale Lösungen naheliegend? Welche erneuerbaren Wärmequellen stehen vor Ort zur Verfügung?

Damit schafft sie eine wichtige Grundlage für zukünftige Entscheidungen der Gemeinden und weiterer Akteure.

Wichtig für Eigentümerinnen und Eigentümer

Warum planen wir gemeinsam?

Die elf Gemeinden des Amtes Breitenfelde sind eigenständig. Bei der Energie- und Wärmeversorgung gibt es jedoch viele Zusammenhänge, die über einzelne Gemeindegrenzen hinausgehen.

Die gemeinsame Planung im Konvoi-Verfahren ermöglicht es, Wissen und Ressourcen zu bündeln und das gesamte Amtsgebiet in den Blick zu nehmen.

Gleichzeitig wird jede Gemeinde mit ihren individuellen Voraussetzungen betrachtet. Denn die passende Lösung für die Wärmeversorgung kann von Ort zu Ort unterschiedlich sein.

So entsteht ein gemeinsamer Wärmeplan, der sowohl die übergreifenden Zusammenhänge als auch die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt.

Was kommt als Nächstes?

In den kommenden Arbeitsschritten werden die bisherigen Ergebnisse weiter ausgewertet. Darauf aufbauend werden mögliche Szenarien für die zukünftige Wärmeversorgung entwickelt und die verschiedenen Bereiche des Amtsgebietes näher betrachtet.

Im weiteren Verlauf sollen daraus konkrete Handlungsmöglichkeiten und Maßnahmen für die Gemeinden abgeleitet werden.

Über wichtige Zwischenergebnisse und den weiteren Fortgang der Wärmeplanung informieren wir auf dieser Seite.

Häufige Fragen zur Kommunalen Wärmeplanung

Warum wird eine Wärmeplanung erstellt?

Die Wärmeversorgung steht vor großen Veränderungen. Fossile Energieträger sollen langfristig durch klimafreundlichere Alternativen ersetzt werden. Die Kommunale Wärmeplanung soll dabei helfen, frühzeitig zu untersuchen, welche Möglichkeiten vor Ort bestehen und wie die Wärmewende sinnvoll gestaltet werden kann.

Betrifft die Wärmeplanung mein Gebäude?

Die Wärmeplanung betrachtet das gesamte Amtsgebiet. Sie kann dabei auch Aussagen darüber enthalten, welche Form der Wärmeversorgung in einem bestimmten Bereich langfristig denkbar sein könnte.

Sie macht jedoch keine Vorgabe für die Heizungsanlage eines einzelnen Gebäudes.

Muss ich meine Heizung jetzt austauschen?

Aus der Erstellung des Kommunalen Wärmeplans ergibt sich zunächst keine Verpflichtung, eine bestehende Heizung auszutauschen.

Für konkrete Fragen zu bestehenden oder geplanten Heizungsanlagen gelten die jeweils aktuellen gesetzlichen Vorgaben. Die Kommunale Wärmeplanung selbst ist zunächst ein strategisches Instrument der Gemeinden.

Wird es in meinem Ort ein Wärmenetz geben?

Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht endgültig sagen.

Im Rahmen der Wärmeplanung wird untersucht, in welchen Bereichen eine leitungsgebundene Wärmeversorgung grundsätzlich sinnvoll und denkbar sein könnte. Ob daraus später tatsächlich ein Wärmenetz entsteht, hängt von weiteren technischen und wirtschaftlichen Untersuchungen sowie von den Entscheidungen der jeweils zuständigen Akteure ab.

Was passiert, wenn mein Gebiet nicht für ein Wärmenetz geeignet ist?

Dann können dezentrale Lösungen eine wichtige Rolle spielen. Welche Möglichkeiten sinnvoll sind, hängt unter anderem von der Gebäudesituation, dem Wärmebedarf und den vor Ort verfügbaren erneuerbaren Energiequellen ab.

Die Wärmeplanung soll gerade dabei helfen, für unterschiedliche Gebiete passende Perspektiven aufzuzeigen.

Warum machen die Gemeinden die Wärmeplanung gemeinsam?

Die gemeinsame Erstellung ermöglicht es, Synergien zu nutzen und das gesamte Amtsgebiet zusammenhängend zu betrachten.

Wärmequellen, Infrastrukturen und mögliche Versorgungsstrukturen können teilweise über Gemeindegrenzen hinweg relevant sein. Gleichzeitig werden die Besonderheiten jeder einzelnen Gemeinde berücksichtigt.

Wer erstellt den Wärmeplan?

Mit der Erstellung wurde das Unternehmen greenwind beauftragt.

Das Unternehmen untersucht gemeinsam mit dem Amt Breitenfelde und den beteiligten Gemeinden die Ausgangssituation, Potenziale und Möglichkeiten für die zukünftige Wärmeversorgung.

Wann ist der Wärmeplan fertig?

Die Erstellung läuft derzeit. Ein Abschluss ist voraussichtlich für Ende 2026 vorgesehen.

Da die einzelnen Arbeitsschritte aufeinander aufbauen und die Ergebnisse zunächst gemeinsam diskutiert und bewertet werden, kann sich der Zeitplan im weiteren Verlauf noch verändern.

Maren Kramer

Informationen und Dokumente

Sobald Ergebnisse und Dokumente zur Veröffentlichung vorliegen, werden diese hier zur Verfügung gestellt.

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