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Zu Anfang des vorvergangenen Jahrhunderts ist Grambek vor allem durch die Landwirtschaft geprägt; neben den Bauernstellen gibt es im Ort um 1905 eine Meierei, eine Schmiede und 3 Handwerksbetriebe. Im Jahre 1904 pachtet der Hamburger Architekt Bach die Gemeindejagd. Mit dem Erscheinen des Architekten im Grambek beginnt für die Dorfbewohner eine Schicksalswende. Bach kauft nach und nach von den Bauern Land auf, 1905 sind es bereits 700 Hektar. Dieses bisherige Ackerland forstet Bach auf. Bedingt durch mehrere Brände Anfang des 20. Jahrhunderts und infolge des Ersten Weltkrieges sowie der nachfolgenden Weltwirtschaftskrise, verlassen die meisten Grambeker Bauernfamilien den Ort, um sich anderswo eine neue Existenz aufzubauen. Während der NS-Herrschaft beansprucht die Wehrmacht für die Anlage eines Munitionsdepots, getarnt als Siedlung „Muna“ (heute die Möllner Waldstadt) einen großen Teil der nördlichen Gemarkung Grambeks (Zwangskaufverträge!).
Nach 1945 geben weitere Bauern aufgrund mangelnder Rentabilität ihre Betreibe auf. In dieser Zeit erfolgt südlich von Grambek großflächiger Kiesabbau. Nach Stilllegung des Kiesabbaus entstehen hier die Grambeker Fischteiche. Weitere ehemalige Ackerflächen werden aufgeforstet, so dass die Gemarkung heute zu etwa 70 % aus Wald besteht. Es entstehen 1963 auf ehemaligen Ackerflächen das Gelände des Segelflugplatzes „Grambeker Heide“ und der Moto-Cross-Platz „Grambeker Heidering“. Ein 18-Loch-Golfplatz entsteht südlich von Grambek etwa 1980. Auf der Heide, nahe der Möllner Waldstadt gelegen, befinden sich 2 Reiterhöfe und Gewerbebetriebe. Insgesamt haben 26 Gewerbetriebe ihren Standort in Grambek. Heute ist das ehemalige Bauerndorf ein blühender Wohnort, eingeschlossen in den Naturpark Lauenburgische Seen.
Seit 1978 besteht eine zentrale Wasserversorgung mit Wasserlieferung von den Vereinigten Stadtwerken in Mölln. Seit 1992 besteht die zentrale Abwasseranlage mit einem Anschluss an die Abwasseranlage der Stadt Mölln. Gleichzeitig wird die Erdgasversorgung ausgebaut.
Im Jahre 1964 baut die Kirchengemeinde Gudow mit Unterstützung des Kirchenpatrons, Erblandmarschall von Bülow, die 1913 abgerissene Grambeker Kapelle St. Annen wieder auf. Die Kapelle ist eines der über 200 Kulturdenkmale im Kreis Herzogtum Lauenburg. 1970 wird der eigene Friedhof eingeweiht. Die Dorfschule schließt im Jahre 1969 in Pforten und die Grambeker Kinder fahren seitdem nach Mölln zur Schule. Das ehemalige Schulgebäude wird im Jahre 1978 zu einem Wohnhaus umgebaut.
Seit 1986 besitzt die Gemeinde das geräumige Dorfgemeinschaftshaus, in dem Veranstaltungen unterschiedlichster Art stattfinden. In diesem Haus ist auch die Feuerwehr untergebracht. Das Dorfgemeinschaftshaus wird 1999 umfangreich erweitert.
Für die Grambeker Vorschulkinder besteht seit 1996, durch den Bau des Kindergartens Heidepünktchen ein attraktives Kindertagesstättenangebot, das im Jahr 2007 durch eine Waldgruppe erweitert wurde.
Der Naturlebensraum „Grambeker Tannen“ wird Ende der 40er Jahre bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durch den bereits erwähnten Kiesabbau umfangreich verändert. Es entstehen über 30 Teiche mit Flächen von 0,5 bis 3 ha. Die gesamte Wasserfläche beträgt rd. 30 ha.
In der Folge entwickeln sich neue Biotope, verbunden mit einer erheblichen Zunahme der Artenvielfalt von Fauna und Flora, insbesondere große Bestände an Kröten, Fröschen und Molchen.
Gemeinsam setzen sich Naturschutzverbände, der Arbeitskreis Amphibienschutz Grambek, der Kreis Herzogtum Lauenburg und die Gemeinde Grambek für die Rettung von Amphibien ein.
So wurde im Jahre 2006 eine Amphibienleitanlage in Grambek entlang der Kreisstraße 68 und der Gemeindestraße 44 (südlich und nördlich von Grambek) errichtet.
Seit 2007 gehört die Gemeinde zum Amt Breitenfelde, das mit der Stadt Mölln eine Verwaltungsgemeinschaft bildet.
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