Portrait der Gemeinde Bälau | | | | Bälau, erstmals 1194 urkundlich erwähnt, zählt mit 243 Einwohnern zu den kleinen Dörfern des Amtes Breitenfelde. Die Gemeindefläche umfasst 650 Hektar fruchtbaren Endmoränenbodens mit hohem Waldanteil im Westen der Gemarkung. Schon 1959 fand eine Flurbereinigung statt. | | | | | | | | Von den ehemals 10 landwirtschaftlichen Betrieben wirtschaften noch drei Ackerbauveredlungsbetriebe, ein Milchviehfutterbaubetrieb, ein Reithof, ein Ackerbaubetrieb mit privatem Alten- und Pflegeheim mit 20 Plätzen, ein forstwirtschaftlicher und ein landwirtschaftlicher Lohnar- beitsbetrieb. Somit ist das Dorf nach wie vor landwirtschaftlich geprägt, aber mit 3 Ferienwohnungen für "Ferien auf dem Bauernhof und weiteren Ferienbetten schon durchaus ein Dorf mit Erholungsfunktion |  | Gemeinde Bälau | | | | | | | | Die meisten Einwohner sind Pendler und arbeiten in den benachbarten Städten. Neben der Landwirtschaft gibt es nur Kleingewerbe im Dorf, keine Geschäfte und keine Gastronomie. Dafür aber ein Dorfgemeinschaftshaus als Versammlungslokal und für alle Feste und Feiern im Ort. Es gibt hier regelmäßige Veranstaltungen für Senioren, Feuerwehr und Jugendfeuerwehr sowie eine musikalische Früherziehung. Bälau betreibt einen Spiel- und Bolzplatz.
Bälau ist an das Abwassernetz des Amtes Breitenfelde angeschlossen und wird von den Stadtwerken Mölln zentral mit Wasser und Gas versorgt.
Von der alten slawischen Anlage als Sackgasse ohne Durchgangsverkehr war Bälau schon immer ein ruhiges, schönes und sauberes Bauerndorf. Das Ortsbild prägend ist der vor dem Dorf liegende, von alten Linden umstandene Brink mit dem Dorfteich. Die erfolgreiche Teilnahme am ersten Dorfwettbewerb 1952 hat die Bälauer Bürger schon früh motiviert, sich besonders um die Erhaltung und Pflege ihres unverwechselbaren Dorfbildes zu kümmern. Daher auch die frühe Teilnahme an der Dorferneuerung als 2. Dorf im Kreis (1983-1988). 1987 erhielten 6 Bälauer Bauern und der Jagdpächter für ihre Eigeninitiative im Naturschutz in ihrer Feldmark den Umweltpreis der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Die Erfolge beim Dorrwettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Bürger gestalten ihre Umwelt" wurden 1994 durch den 2.Platz im Landesentscheid und 1995 mit der Gold-Plakette im Bundesentscheid gekrönt.
Bälau hat eine Baumschutzsatzung sowie eine Erhaltungs- und Gestaltungssatzung. Ein Landschaftsplan liegt vor als Planungshilfe für die Zukunft. Eine vorsichtige Bauentwicklung ist vorgesehen, um den Charakter des Dorfes zu bewahren. Als privilegierte Gemeinde für Windenergie hat sich die Gemeindevertretung hiermit besonders auseinandergesetzt und einen Flächennutzungs- und Grünordnungsplan beschlossen sowie einen städtebaulichen Vertrag mit der Betreiberfirma abgeschlossen, um die Planungshoheit für diesen Windpark in den Händen zu behalten.
Im August 2000 ist im gemeindeeigenen Wald ein evangelischer Waldkindergarten eingerichtet worden, um den Bedarf an Kindergartenplätzen für das Amt zu decken. |
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